Erfahrungen in einem kirchlichen Praxisfeld

Ihr Studium führt Sie in einen Beruf, in dem Sie über die sachliche Weitergabe von Unterrichtsstoff hinaus an der kirchlichen Verkündigung für Kinder und Jugendliche mitwirken. Im Religionsunterricht sind Sie häufig für Ihre SchülerInnen sogar die einzigen „Boten der Kirche“, die diese noch erreichen.  

Für viele von Ihnen gilt es, eine solche Rolle erst einmal kennen zu lernen. Das ist der Sinn der Erwartung an Sie, „Erfahrungen in einem kirchlichen Praxisfeld“ zu sammeln: Sie nehmen Einblick in einen kirchlichen Wirkungsbereich, in dem Haupt- und Ehrenamtliche sich bemühen, ein christliches Umfeld zu gestalten und den Menschen den Glauben als Bereicherung des Lebens nahezubringen. Das geschieht vielfältig in Gemeinden, Einrichtungen, Gremien, Verbänden und Aktionsgruppen unterschiedlichster Felder der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit der Kirche.  

Wählen Sie sich bitte in Ihrem kirchlichen Umfeld ein Praxisfeld christlichen Handelns, das Sie näher kennen lernen wollen, in dem Sie sich ausprobieren und mit einem eigenen Beitrag mitverantwortlich einbringen können. Sprechen Sie dazu mit dem Träger selbst einen zeitlichen Umfang ab, der Ihnen ermöglicht, das Praxisfeld kennen zu lernen, sich mit bewusstem kirchlichen Handeln zu beschäftigen und eigene Erfahrungen zu machen. Je nach Projekt wird dieser zeitliche Umfang unterschiedlich sein. Jedoch sollte das Projekt – mit Vor- und Nachbereitung – nicht weniger als 40 Stunden umfassen. Die gemachten Erfahrungen werten Sie für sich persönlich aus und kommen anschließend in einem Reflexionskolloquium mit anderen Lehramtsstudierenden darüber ins Gespräch.  

Selbstverständlich können Sie auch Erfahrungen aus Ihrem bisherigen ehrenamtlichen Engagement (in der Heimatgemeinde, KSHG oder einer anderen kirchlichen Einrichtung) zur Grundlage Ihrer Reflexion machen. Dieses Engagement sollte allerdings bis an das Studium heranreichen.    


Teilnahme am Reflexionskolloquium

Die Erfahrungen aus dem kirchlichen Praxisfeld werden in einem kurzen Praktikumsbericht persönlich reflektiert.

Der Bericht soll 3 Seiten nicht überschreiten. Die unten aufgeführten Leitfragen sollen die eigene Fragehaltung unterstützen und den Bericht strukturieren helfen. Auf Punkt 5, der Selbsteinschätzung, sollte der Schwerpunkt liegen. Der Bericht dient allein als Grundlage für das Reflexionskolloquium und wird nicht weitergeleitet.

Anmeldung zur Teilnahme am Reflexionskolloquium ist über das Sekretariat der KSHG erforderlich!!! Eine Anmeldung ist ab dem 01.10.2018 möglich. 

Die Reflexion findet in Gruppen von mindestens drei, höchstens sieben Studierenden statt.

In diesem Semester werden folgende Termine angeboten:   
     
Mi., 19. Sept. 10 bis 12 Uhr / hesper[at]bistum-muenster.de Anmeldung schon möglich

Fr. 12. Okt. 10 bis 12 Uhr / Friese-l[at]bistum-muenster,de
Die. 30. Okt. 14 bis 16 Uhr / hesper[at]bistum-muenster.de
Mi. 14. Nov.. 14 bis 16 Uhr / hesper[at]bistum-muenster.de
Fr. 30. Nov. 10 bis 12 Uhr / Friese-l[at]bistum-muenster.de
Di. 04. Dez. 16 bis 18 Uhr / mischendahl[at]bistum-muenster.de
Mi. 19. Dez. 16 bis 18 Uhr / mischendahl[at]bistum-muenster.de
Fr. 11. Jan. 10 bis 12 Uhr / Friese-l[at]bistum-muenster.de
Mi. 16. Jan. 11 bis 13 Uhr / hesper[at]Bistum-muenster.de
Di. 22. Jan. 16 bis 18 Uhr / mischendahl[at]bistum-muenster.de
Mo. 11. Feb. 11 bis 13 Uhr / hesper[at]bistum-muenster.de
Fr. 22. März 11 - 13 Uhr / hesper[at]bistum-muenster.de

Der Praktikumsbericht soll zwei Wochen vor der Veranstaltung per Mail an den Leiter gesandt werden.

  • Ort: KSHG, Frauenstr. 3 -6

Leitfragen zur Strukturierung des Reflexionsberichts zu den „Erfahrungen in einem kirchlichen Praxisfeld“

1. Praxisfeld / Projekt

Wann und wo haben Sie das Praktikum absolviert bzw. sich in der Kirche engagiert und über welchen zeitlichen Umfang? Was haben Sie gemacht?

2. Umsetzung der christlichen Botschaft in kirchlichem Handeln

Woran wurde das Christliche der Einrichtung und ihres Wirkens für Sie deutlich? Welche gesellschaftliche Relevanz hat das Wirken der kirchlichen Einrichtung?

3. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der kirchlichen Einrichtung

Was ist Ihnen an der Arbeit von Haupt- oder Ehrenamtlichen aufgefallen? Was oder wer hat Sie beeindruckt? Inwiefern stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für christliche Grundwerte und Grundsätze ein? Welche Erfolge, welche Sorgen kennzeichnen ihre Arbeit? Wie leben sie im Spannungsfeld von Loyalität und Kritik gegenüber der katholischen Kirche?

4. Adressaten des kirchlichen Handelns

Wie haben Sie die Menschen erlebt, denen sich Haupt- und Ehrenamtliche widmen? Was suchen diese in der Begegnung mit der Kirche? Wie verläuft das Miteinander (Nebeneinander oder Gegeneinander) von Kirchennahen und Kirchenfernen?

5. Ihre eigenen Erfahrungen in der kirchlichen Arbeit

Wie haben Sie sich selbst in der Rolle einer Vertreterin oder eines Vertreters der Kirche erlebt? Was fiel Ihnen leicht, was war Ihnen fremd oder unangenehm? Was haben Sie über sich selbst erfahren? Und was könnte das für Sie als künftige Religionslehrerin oder künftigen Religionslehrer bedeuten?